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Was ist der Inhalt dieser Verordnung?

Die EU Verordnung sieht in Art. 8 Abs. 5 und 6 vor, dass das Zahlungsinstrument (das Terminal oder die Karte) nicht mit automatisierten Mechanismen, Software oder Vorrichtungen ausgestattet wird, die die Wahl der Zahlungsmarke oder Zahlungsanwendung des Zahlers und des Zahlungsempfängers bei der Verwendung mit mehreren Akzeptanzmarken versehenen Zahlungsinstrumente (Co-branded Karten, bspw. girocard mit Maestro oder V PAY) einschränken. Eine automatische händlerseitige Vorauswahl ist zulässig, soweit die Zahlungsempfänger den Zahler nicht daran hindern, sich bei den Kategorien der vom Zahlungsempfänger akzeptierten Karten oder entsprechenden Zahlungsinstrumenten über diese automatische Vorauswahl des Zahlungsempfängers hinwegzusetzen. Weiterleitungsregeln oder Maßnahmen mit gleicher Wirkung bezüglich des Umgangs mit kartengebundenen Zahlungsinstrumenten, die zwei oder mehrere unterschiedliche Zahlungsmarken betreffen, dürfen keine dieser Marken diskriminieren und müssen diskriminierungsfrei anzuwenden sein.

Nachdem große und namhafte Interessengruppen, wie der Verband der Terminalhersteller, der Handelsverband HDE und weitere Verbände und namhafte Einzelhandelsketten, die Lösung des BecN aufgrund ihrer Kundenfreundlichkeit und Praktikabilität favorisieren und auf europäischer Ebene im Rahmen der Card Stakeholder Group (CSG) die Lösung als IF-konform anerkannt wurde, hat auch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) einer Umsetzung in Deutschland zugestimmt. In der Übergangszeit bis zur Aktualisierung der Kartenterminals sollen Händler ihre Kunden direkt an den Kassenplätzen mit einem abgestimmten Text informieren. Hierzu gibt es eine Ausführung des HDE.

Weitere Informationen finden Sie hierInformationen für Händler zur Anwendungsauswahl am POS“.