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Alles was Sie zur MIF Regulierung wissen sollten

In der Verordnung Nr. 2015/751 des Europäischen Parlaments und des Rates über Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge hat die EU ein Gesetz verabschiedet, das die Interbankenentgelte sowie die Dienstleistung für kartengebundene Zahlungsvorgänge regelt. Bei der gesetzlichen Vorgabe der EU geht es im Wesentlichen um die Festlegung einer maximalen Höhe des Interbankenentgelts für kartengestützte Zahlungen und die Information über die Interbankenentgelte.

Was ist der Hintergrund der MIF-Regulierung?

Die Europäische Union vereinheitlicht die in der EU teils sehr unterschiedlichen Gebühren bei Kreditkartenzahlungen. Die entsprechende Verordnung wird nach dem englischen Begriff für Interbankenentgelt, Multilateral Interchange Fee, kurz MIF-Regulierung genannt. Dieses Interbankenentgelt wird bei jeder kartengestützten Kauftransaktion an die kartenausgebende Bank gezahlt. Die MIF-Regulierung senkt dieses Entgelt für das bargeldlose Bezahlen auf einen einheitlichen Satz, um mehr Transparenz in Kartentransaktionen zu bringen.

Was ist das Interbankenentgelt?

Das Interbankenentgelt (auch Interchange genannt) bezeichnet die Kosten, die eine Händlerbank (Acquirer) bei Kartenzahlungen des Karteninhabers an dessen Bank (Issuer) entrichtet. Die Interbankenentgelt-Regulierung verfolgt das Ziel, Ihnen als Händler diese Entgelte transparent darzustellen und den Wettbewerb im Zahlungsverkehr zu fördern. Davon betroffen sind in dem Ökosystem der kartengebundenen Zahlungsvorgänge sowohl Kartenherausgeber als auch Kartenakzeptanzstellen und Kartenzahlungsdienstleister sowie Kartenorganisationen wie MasterCard oder Visa

Welche Karten sind von der Regulierung betroffen?

Die Verordnung betrifft alle innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums herausgegebenen Zahlungskarten, die innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums zur Bezahlung von Waren und Dienstleistungen eingesetzt werden. Kundenkarten, Firmenkreditkarten oder außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums ausgegebene Karten sind von der MIF-Regulierung nicht berührt.

Warum werde ich angeschrieben?

PaySquare ist verpflichtet, Sie als Händler über die gesetzliche Änderung im Zuge der Interbankenentgelt-Regulierung im elektronischen Zahlungsverkehr der Europäischen Union sowie deren Berücksichtigung und Anwendung im Bereich der Dienstleistungen im POS-Service und der Akzeptanz von Debit- und Kreditkarten im stationären Geschäft und im Fernabsatz zu informieren und die Regelungen entsprechend anzuwenden und umzusetzen.

Welche Änderungen ergeben sich für mich als Händler?

Aufgrund der Regulierung werden wir Ihnen Ihre Transaktionsaufstellung mit dem separaten Ausweis des Interbankenentgelts zur Verfügung stellen. Gerne weisen wir Ihnen den Gebührenbestandteil des Interbankenentgelts auch separat pro Transaktion aus. Sollten Sie dies wünschen, benötigen wir einen entsprechenden Auftrag in Textform (auch E-Mail) von Ihnen.

Ist das Interbankenentgelt identisch mit dem von mir zu entrichtenden Disagio?

Nein, da neben dem Interbankenentgelt in dem Disagio auch die Gebühren der Kartenorganisationen für die Transaktionsverarbeitung enthalten sind. Dazu kommen noch die Kosten für die Verarbeitung Ihrer Umsätze durch Ihren Acquirer und dessen Marge.

Ändert sich etwas an der Bedienung meines Terminals?

Nein, an der Bedienung ändert sich gar nichts.

Kann ich meinen Vertrag aufgrund der Änderungen kündigen?

Nein. PaySquare ist als Zahlungsverkehrsdienstleister verpflichtet, die vorgegebenen Richtlinien der EU umzusetzen. Daher ergibt sich für Sie aus der Neuregelung kein Sonderkündigungsrecht.